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Wie kleine Dinge grosse Veränderungen mit sich bringen können

Das Buch The Tipping Point, von Malcom Gladwell, zeigt auf wie schon kleine Dinge einen sehr grossen Effekt auf unser Leben und unsere Entscheidungen haben können. In diesem Artikel schreibe ich ein wenig über das Buch und über die verschiedenen Kapitel im Buch.

Die drei Gesetze

Am Anfang des Buches beschreibt Malcom Gladwell, drei wichtige Gesetzmässigkeiten welche über die Verbreitung von Nachrichten, welches auch Produkte oder Dienstleistungen sein können, entscheiden. Das Buch dreht sich im Grunde genommen nur um diese drei Gesetze.

Das besondere an diesen Gesetzmässigkeiten ist, dass immer nur eine kleine Masse an Personen oder Dingen involviert sind, welche sich anders verhalten müssen, um etwas zum „Kippen“ (Englisch: Tipping Point) zu bringen.

Die drei Gesetzmässigkeiten (Three Rules) sind

  • 1) The Law of the Few (auf Deutsch: Das Gesetz der Wenigen)
  • 2) The Stickiness Factor (auf Deutsch: Der Klebe-Faktor)
  • 3) The Power of Context (auf Deutsch: Die Macht der Rahmenbedingungen)

Im Folgenden sind diese Three Rules beschrieben (welches auch Kapitel im Buch sind):

1) The Law of the Few

In diesem Teil des Buches beschreibt Malcom Gladwell ziemlich gekonnt, dass nur wenige Personen in einer Gesellschaft für die Verbreitung von Nachrichten sind.

Diese Personen nennt Gladwell, Connectors (Konnektoren), Mavens (Marktkenner/ Experte) und Salesmen (Verkäufer).

a) Connectors

Connectors sind Personen die sehr viele Menschen kennen. Anders als die durchschnittliche Person in unserer Gesellschaft, welche meistens Verbindungen zu nur einigen Dutzend anderen Menschen pflegen, hat ein Connector die Eigenschaft Hunderte, wenn nicht sogar Tausende von anderen Menschen, wenn manchmal auch nur flüchtig, zu kennen.

Ein Connector kann also, im Gegensatz zu den durchschnittlichen Personen, bei Erfahrung bringen von wichtigen Informationen, im Idealfall, mehrere Tausend Menschen darüber informieren. Dies könnte er zum Beispiel so zustande bringen in dem er von Stadt zu Stadt fährt und sich mit allen wichtigen Personen, wie zum Beispiel dem Bürgermeister und weiteren wichtigen Personen trifft, und die Nachricht an diese weitergibt. Dadurch das diese Personen den Connector bereits kennen und ihm Vertrauen, werden diese die Nachricht wiederum auch an ihre Gemeinschaft weitergeben.

b) Salesmen (Verkäufer)

Nachdem die Nachricht vom Connector and die Personen in der Bekanntschaft weitergeben worden ist, muss diese Nachricht jedoch an alle „weiterverkauft“ werden. Denn nicht jeder wird von der Nachricht des Connectors überzeugt sein. Es wird viele Zweifler geben. Hier kommt der Salesmen ins Spiel. Er schafft es die Nachricht an seine nähere Umgebung zu verkaufen. Er hat alle Qualitäten eines guten Verkäufers. Er kann potenzielle Käufer mit Argumenten zu sich ziehen, er beeinflusst diese mit seiner Gestik und Mimik, um sie von der Sache oder dem Produkt zu überzeugen.

c) Maven (Marktkenner/ Experte)

Der Maven ist jemand der den Markt für bestimmte Produkte, Dienstleistungen oder Sachverhalte sehr genau kennt. Diese Art von Person interessiert sich stark für die Einzelheiten. Er kennt zum Beispiel die genauen Preise von Produkten in verschiedenen Märkten. Falls es irgendwo überteuert geführt wird, dann fällt es dem Maven sofort auf und erzählt es auch den Personen die er kennt.

Der Maven ist wiederum eine Person welche Beispielsweise einen Connector kennen kann. Falls das gegeben ist, kann das der Start einer Kettenreaktion sein, in welcher die Nachricht, durch den Connector, in Windeseile verbreitet wird und schlussendlich auch noch der letzte Skeptiker von den Mavens überzeugt wird.

Im Grunde genommen will Malcolm Gladwell uns damit sagen, dass es nicht sehr viele Personen braucht um eine Nachricht zu verbreiten, sondern nur sehr wenige, welche zu den Kategorien Connector, Salesmen oder Maven gehören.

Praktisches Beispiel aus dem Buch:

Eine Schuhmarke namens Hush Puppies, war am Rande des Bankrotts und hatte im Jahr 1994 nur noch wenige Verkäufe. Man war bereits in den Überlegungen die Marke vom Markt zu nehmen.

Doch dann geschah etwas Seltsames. Zwei Hush Puppies Manager gingen für geschäftliche Zwecke nach New York und fanden heraus das die Schuhmarke dort, in den Bars und Clubs, sehr angesagt war.

Im selben Jahr 1995, in dem eigentlich alles so schlecht lief, kamen Anfragen von mehreren bekannten Designern, welche die Hush Puppies Schuhe in ihren Shows zeigen wollten.

Im selben Jahr war es möglich mehr als 450 000 Hush Puppies zu verkaufen. In den nächsten Jahren sollten weitere wichtige Meilensteine erreicht werden.

Nach der Untersuchung von Malcolm Gladwell in seinem Buch, war der Grund für den Wiederaufstieg der Marke, dass ein paar Jugendliche aus den New Yorker Stadtteilen East Village und Soho angefangen haben Hush Puppies zu tragen, gerade weil sie kein anderer tragen wollte. So haben sich diese Jugendliche vom Rest abheben wollen.

Irgendwie muss ein Connector, welcher mehrere Tausend Verbindungen hatte, die Nachricht von diesem neuen Trend in alle Richtungen getragen haben.

2) The Stickiness Factor

Laut Malcolm Gladwell ist der Connector derjenige der eine Nachricht sehr schnell unter viele Personen bringt. Jedoch muss auch der Inhalt der Nachricht eine bestimmte Qualität haben. Diese Qualität sorgt für den sogenannten Stickiness Faktor, dass heisst wie gut eine Nachricht vom Empfänger angenommen wird. Die Frage ist also, ist die Nachricht – der Film, das Essen oder das Produkt – so toll dass man es sich in Erinnerung hält?

Auf dieses Kapitel möchte ich nicht näher eingehen. Jedoch beschreibt Gladwell hier im Detail, an verschiedenen Beispielen, wie Produkte und Fernsehsendungen so angepasst wurden, dass Sie diesen Stickiness Faktor erreichen konnten.

Als Beispiel nennt Gladwell das Beispiel von der Sesam Strasse. Durch verschiedenste Tests fanden die Betreiber heraus, welche Art von Fernsehprogramm am geeignetsten für Kinder waren und konnten somit ein sehr erfolgreiches Konzept mit der Sesam Strasse erstellen.

3) The Power of Context

Auch in diesem Kapitel belegt Gladwell auf interessante Weise, wie kleine Dinge oder Veränderungen, grosse Auswirkungen haben können.

Zum Beispiel sind die Rahmenbedingungen, laut seiner Aussage, entscheidend wie wir uns verhalten. Das wird jedoch von vielen nicht so wahrgenommen.

Ein Beispiel:

In einem Test werden zwei Gruppen gebildet. Die eine Gruppe sollte Basketbälle in den Korb werfen, bei guter Belichtung. Die andere Gruppe soll das gleiche tun, nur diesmal mit schlechter Belichtung.

Nun wurden Personen gebeten sich diese beiden Gruppen anzuschauen und nach dem Werfen der Körbe zu beurteilen, wer die bessere Leistung gebracht hat.

Das Ergebnis war, dass die Beobachter die Gruppe mit der guten Beleuchtung als besser eingeschätzt hat, als die Gruppe mit der schlechten Beleuchtung.

Komischerweise, oder eben gerade nicht, wurde die Beleuchtung, also die Rahmenbedingung, von den Beobachtern nicht berücksichtigt.

Gladwell sagt, dass Rahmenbedingungen, wie diese, oftmals nicht beachtet werden, wenn man versucht Veränderungen zu vollziehen.

In einem weiteren Beispiel zeigt Gladwell auf, wie sich Sicherheit in New York dadurch erhöht hat, in dem die Stadtverwaltung dafür gesorgt hat, dass die öffentlichen Verkehrsmittel zu jeder Zeit sauber waren.

Die Sauberkeit der öffentlichen Verkehrsmittel scheint nicht viel mit der Sicherheit einer Stadt zu tun zu haben. Jedoch zeigt der Autor des Buchs auf, dass es höchstwahrscheinlich zur Erhöhung der Sicherheit massgeblich beigetragen hat.

Fazit:

Das Buch ist ein Muss für jeden der versucht mit kleinem Budget grosse Veränderungen vorzunehmen. Der Hauptfokus des Buches liegt darauf an den richtigen Hebeln anzusetzen, anstatt mit voller Kraft zu versuchen mehrere Hebel gleichzeitig zu verändern.

Ein solches Beispiel ist die Beeinflussung von Connectors, anstatt der Ansprache der breiten Masse. Denn hat man erstmal die Connectors im Boot, dann verbreiten sich Nachrichten sehr schnell.

Ich kann das Buch wärmstens empfehlen.


Der Autor: Sascha Thattil arbeitet bei YUHIRO und hilft Unternehmern und Unternehmen bei der Erstellung von einfachen und komplexen Mobile Apps. YUHIRO ist ein deutsch-indisches Unternehmen welches Web Applikationen und Mobile Apps entwickelt.

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