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Vorteile und Nachteile von TYPO3

Vorteile und Nachteile von TYPO3

TYPO3 ist das beliebteste Content Management System (CMS) unter mittelständischen Unternehmen im deutschsprachigen Raum, um deren Inhalte (Bilder, Texte, Videos, etc.) zu verwalten und mit deren Kunden in Kontakt zu bleiben.

Klassischerweise werden Webseiten und Portale mit diesem CMS umgesetzt. Manche Unternehmen nutzen es auch um Webshops zu erstellen.

Einführung

TYPO3 wird, im Gegensatz zu CMS Systemen wie WordPress oder Drupal, sehr stark lokal, im deutschsprachigen Raum, genutzt.

Das System wurde initial vom Dänen Kasper Skårhøj, Ende der neunziger Jahre, entwickelt und jetzt wird die Entwicklung von Benjamin Mack and Mathias Schreiber übersehen.

Es gibt zirka 300 freiwillige Helfer, welche konstant neue Programmierarbeiten hinzufügen. Diese Helfer sind Teil der sogenannten TYPO3 Association. Einer Gemeinnützigen Institution mit Sitz in der Schweiz, gegründet von Kasper Skårhøj, welche die Software der Allgemeinheit kostenfrei zur Verfügung stellt.

Aufrechterhalten wird der Verein durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Neos, Flow, CMS

Wenn es um dieses Content Management System geht, spricht man oft auch von Neos, Flow und TYPO3 CMS.

Hier eine kurze Einführung in diese Begrifflichkeiten.

2006 standen Bemühungen an, das CMS auf eine neue, modern Technologie-Basis zu stellen. Ursprünglich sollte das neue System TYPO3 5.0 heissen.

Es wurde jedoch schnell klar, dass ein Upgrade der alten Installationen auf die neue Version kaum möglich sein wird. Auch weil Konzepte wie MVC (Model, Viewer, Controller)/ Objektorientiertheit nicht berücksichtigt waren.

Das neue Projekt wurde dann Neos genannt. Zudem entstand durch die Arbeiten auch das Software-Framework Flow. Die Architektur von Neos basiert auf diesem Sofware-Framework. Die Hauptentwickler von Neos sind Robert Lemke und Karsten Dambekalns.

Das ursprüngliche TYPO3, die alte Code-Basis, wurde in TYPO3 CMS umbenannt, um die beiden Systeme begrifflich voneinander zu trennen.

Die Vorteile und Nachteile dieses CMS Systems sind im Folgenden beschrieben.

Vorteile des CMS

  • Begrenzte Nutzung, dadurch höhere Sicherheit: TYPO3 wird hauptsächlich im deutschsprachigen Raum genutzt. Daher verringert sich auch die Anzahl der Web-Attacken auf das System. Bei Systemen wie WordPress sieht das schon anders aus, bei welchem Webangriffe aus der ganzen Welt entstehen.
  • Stabiler als WordPress und ähnliche CMS Systeme: Das Content Management System ist auf Komplexität und Skalierbarkeit ausgerichtet. Daher kann eine solche Installation mit vielen Webbesuchern umgehen und kann unternehmensweit eingesetzt werden.
  • Für mittelständische Unternehmen geeignet: Besonders viele Mittelständler haben den Vorteil dieses CMS erkannt. Im deutschsprachigen Raum ist es derzeit das beliebteste CMS.
  • Open Source und damit kostengünstig: Software-Lizenzen sind immer ein Thema. Bei TYPO3 entfallen die Lizenzkosten jedoch, da die Software Open Source und damit lizenzfrei bereitgestellt wird.
  • Grosse Anzahl an Nutzern: Auch wenn das System hauptsächlich im deutschsprachigen Raum genutzt wird. Die Anzahl der Firmen und Nutzer ist hoch. Schätzungsweise gibt es mehr als 300’000 solcher Installationen weltweit. Dadurch wird es wiederum auch für IT Unternehmen interessant dafür Erweiterungen zu schreiben.
  • Sicherheit im Allgemeinen: Von Anfang an war auch das Thema Sicherheit ein wichtiger Aspekt der Entwicklung. Besonders für grössere Unternehmen ist dies ein Aspekt der ausschlaggebend ist, besonders für Firmen aus Deutschland. Auch daher liegt das CMS im Trend.
  • Leistungsfähig: Man kann aus einer Installation heraus mehrere Websiten und Portale betreiben. Gleichzeitig ist es so ausgelegt, dass es die grosse Last gut verteilt und leistungsfähig bleibt.
  • Endprodukt für Laien nutzbar: Sobald TYPO3 fertig programmiert und implementiert ist, kann es von Laien weiterverwendet werden. Durch ein einfach bedienbares Backend lassen sich neue Daten (Dokumente, Texte, Bilder, Videos, Informationen, etc.) einfach hinzufügen.
  • WaWi/ ERP Anbindungen vorhanden: Durch die weite Verbreitung bei Mittelständlern gibt es auch eine grosse Anzahl an Anbindungen an ERP Systeme wie SAP oder aber auch kleinere Warenwirtschaftssysteme aus dem deutschsprachigen Raum. Ein grosser Vorteil gegenüber CMS Systemen wie WordPress oder Drupal, welche diese in den meisten Fällen nicht bereitstellen.
  • Komplexe Portale umsetzbar: Es lassen sich damit auch komplexe Projekte umsetzen.

Nachteile

  • Hohes Fachwissen nötig: Für die Implementierung braucht es einen hohen Grad an Fachwissen. Ein einfacher PHP Entwickler wird nicht in der Lage sein mit dem System umzugehen. In den meisten Fällen wird er/ sie einiges an Zeit für die Einarbeitung benötigen. Anders als WordPress oder Drupal braucht es hier Spezialisten-Wissen.
  • Wenige Entwickler: Es zirka etwas weniger als 80’000 Entwickler welche in diesem Bereich tätig sind. Die Nachfrage ist jedoch um einiges Höher als das Angebot an Entwicklern und Entwicklungsdienstleistungen. Dies schlägt sich meistens in höheren Tagessätzen und auch einem Mangel an Entwickler-Kapazitäten nieder.
  • Aufwand und Kosten sind höher: Generell sind die Kosten und der Aufwand für ein TYPO3 Projekt höher. Dies hat verschiedene Gründe:
    • Entwickler fast nur lokal verfügbar: Entwickler für dieses CMS gibt es fast nur im deutschsprachigen Raum wo die Stundensätze im generellen höher sind. Eine Unterstützung, in solchen Projekten, von einem Nearshore oder Offshore Team ist derzeit noch sehr gering.
    • Änderungen sind mit hohem Aufwand verbunden: Möchte man die Funktionalitäten verändert haben, braucht es in vielen Fällen einiges an Zeit, welches wiederum die Kosten und den Aufwand erhöhen.
  • Offener Quellcode: Der Quellcode ist offen und daher für jeden einfach einsehbar. Sicherheitslücken werden hierdurch durch Dritte schnell erkannt und ausgenutzt. Daher sollte man solch eine Installation so Up-To-Date wie nur möglich halten.
  • Wartung von schlecht umgesetzten Seiten ist hoch: Wird das System von Laien umgesetzt, wird dies in der Zukunft meistens zu Herausforderungen bei der Wartung führen. Eine saubere Implementierung ist von Anfang an erstrebenswert.

Fazit

Mittelgrosse bis grosse Unternehmen können das System einsetzen wenn es darum geht performante und komplexe Portale und Webseiten zu erstellen. Auch für sogenannte Intranet und Extranet Projekte kann man TYPO3 nutzen.

Höchstwahrscheinlich wird das Content Management System in Zukunft auch in anderen Ländern, ausserhalb des deutschsprachigen Raumes, Anhänger finden.

Aspekte wie Sicherheit, Performance, Skalierbarkeit und unternehmenweite Nutzbarkeit sind Argumente die für dieses CMS sprechen.

Was sind Ihre Erfahrungen?

Interessante Links:
Einführung zu TYPO3
Kurze Zusammenfassung der Vor- und Nachteile
Interessante Informationen zu diesem CMS

Bilder: Flickr.com/ TYPO3camp Berlin/ StephenGer/ Oliver


Der Autor: Sascha Thattil arbeitet bei YUHIRO und hilft Unternehmern und Unternehmen beim einfachen Aufbau von Programmier-Teams in Indien. YUHIRO ist ein deutsch-indisches Unternehmen welches IT Firmen, Agenturen und IT Abteilungen Softwareentwickler bereitstellt.

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2 Kommentare
  1. Hallo,

    leider ist der Artikel nicht korrekt …

    Neos und TYPO3 CMS sind seit ein paar Jahren zwei getrennte Projekte mit komplett unterschiedlichen Teams.

    An der Code-Basis wurde in den letzten Jahren sehr aktiv an vielen Stellen gearbeitet, um ihn wartbarer und den Einstieg für neue Entwickler einfacher zu machen. Bsp. ist die Einführung von Doctrine DBAL in der Version 8.

    Der Einstieg ist für den Integrator sicher nicht einfach. Für den PHP-Entwickler ist es, denke ich, wie bei jedem Framework, dass es eine gewisse Einarbeitungszeit bedarf. Ein weiterer Vorteil ist, dass PHP-Code und Templating sauber getrennt sind, so dass (anders als bei WordPress) durch schlampig programmierte Templates Sicherheitslücken entstehen können.

    Offener Quellcode ist ein klarer Vorteil. Zwar kann wirklich jeder die Schwachstellen ausnützen, sofern er sie findet. Auf der anderen Seite ermöglicht es auch, dass jeder diese Schwachstellen fixen kann. Bei Closed-Source Software bleiben Sicherheitslücken oft jahrelang unentdeckt bzw. werden zu sehr hohen Preisen gehandelt.

    Zudem gibt es bei TYPO3 ein sehr aktives Security Team, das je nach Schwere der Sicherheitslücke auch kurzfristig reagiert. Ich arbeite seit über 10 Jahren mit TYPO3 und bin von dem Umgang mit dem Thema Sicherheit voll überzeugt.

    Die gehackten TYPO3 Websites, die man in der Presse lesen konnte, waren ausschließlich veraltete und nicht gewartete Websites.

    Viele Grüße
    Marcus Schwemer

    • Danke für die interessanten Information und die tolle Ergänzung.

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