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7 Tipps zur App Strategie


Am Anfang eines jeden App Projektes steht eine gut durchdachte Strategie. In diesem Artikel lesen Sie warum Sie eine Strategie brauchen und 7 Tipps, beziehungsweise Schritte, zur erfolgreichen Umsetzung Ihres Vorhabens.

Warum Sie eine Mobile App Strategie brauchen?

Viele Unternehmen scheuen den Weg hin zu einer Mobile App. Auch Unternehmen deren Existenz von einer erfolgreichen Mobile Strategie abhängt. Laut einer neuen Studie planen nur 52 Prozent der Ecommerce Anbieter eine Mobile Website oder eine App, obwohl bereits ein substantieller Teil der Nutzer Mobile einkauft. Auch Unternehmer und Fachabteilungen scheuen noch vor der Einführung von Apps. Dies geschieht häufig daher, da keine wirklich Erfahrung mit diesen neuen Systemen besteht. Um einen Einstieg zu schaffen benötigt man also eine Strategie, mit der man einen passenden Fahrplan zur ersten App schafft und die Eintrittsbarriere verringert. Die folgenden Schritte gehören in die Strategiephase, bevor Sie mit der Programmierung beginnen.

1) Zielgruppe und Einsatzbereich


Die Einsatzmöglichkeiten von Apps sind vielfältig. Es gibt jedoch Bereiche in denen der Einsatz von Apps sinnvoller ist als in anderen. Eruieren Sie einen ersten Einsatzbereich in dem eine App benötigt wird. Die Folgenden können die Schritte dafür sein:

  • a. Szenarios definieren: In welchen Fällen kann eine App hilfreich sein
  • b. App Bedarf: In welchen der in 1. definierten Szenarios benötigen wir eine App und wer wird die Apps künftig nutzen?
  • c. Portfolio: Erstellung eines Portfolios an verschiedenen Apps
  • d. Business Case: Priorisierung des Portfolios anhand von Geschäftsnutzen.
  • e. Startpunkt wählen: Identifizierung einer App für den Start in die Mobile Welt

2) Bei der Entscheidung zur neuen App sollten Sie einige Dinge berücksichtigen:

  • a. Wenige Funktionen: Die App sollte wenige Funktionen gut ausführen können. Besonders aufgrund der geringen Bildschirmgrösse ist weniger mehr. Auch sollte es für den Nutzer einfach möglich sein zu erkennen, in welchem Bereich die App unterstützen kann. Anstatt zum Beispiel ein Programm zu bauen das die kompletten HR Prozesse abbildet, könnte man ein System bauen das nur die Reisekostenabrechnung ermöglicht.
  • b. Klein anfangen: Als SAP im Jahr 2010 mit ihrer Mobile App Strategie begonnen hat, gab es nur eine App, welches die Grundfunktionalitäten von deren CRM System abbildete. Wir sprechen hierbei von dem drittgrössten IT Unternehmen der Welt, welche zu diesem Zeitpunkt gerade mal eine App besass. Wichtig war es für SAP in diesem Fall jedoch einen ersten Schritt in diese Richtung zu gehen. Hätte man versucht das ganze CRM System, oder gar das komplette SAP ERP, in einer App umzusetzen, dann wäre das Projekt höchstwahrscheinlich gescheitert. Fangen Sie also klein und mit wenigen Funktionen an.
  • c. User Experience: Die Zeiten haben sich geändert. Mitarbeiter und Kunden nutzen bereits Apps auf ihren Smartphones – die über die gleichen Kanäle, wie Konsumenten Apps, verbreitet werden. Das hat dazu geführt, dass die Erwartungshaltung an die Nutzerführung und an das Design enorm gestiegen sind. Zudem ist zu bedenken das die mobilen Endgeräte und dessen Systeme nicht immer im Unternehmen bleiben. Bei externen Einsätzen kommen Ihre Kunden höchstwahrscheinlich in Kontakt mit diesen Systemen. Ähnlich wie eine Webseite, die auch von Kunden besucht werden kann, sollte auch das Branding bei solchen Systemen nicht zu kurz kommen.
  • d. Experten in unserer Industrie verfügbar?: Wir befinden uns derzeit noch in der Entstehungsphase einer Mobilen Welt. Die Smartphones und deren Verbreitung haben erst so richtig mit dem Start des iPhone Store im Jahr 2008 begonnen, gerade mal vor 6 Jahren. Daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch das es noch keine Firmen im Bereich Mobility gibt, die sich auf Ihre Industrie spezialisiert haben. Somit müssen Programme zum Teil von Grund auf neu erstellt werden. Arbeiten Sie also mit Unternehmen zusammen die sich mit dem Thema Mobile Programmierung gut auskennen.

3) Technologieentscheidung und Geräteauswahl

Ein weiterer Unterschied von Mobilen Applikationen zu Web- oder Desktop Anwendungen ist es, dass es einen grossen Mehraufwand verursacht für verschiedene Betriebssysteme wie Android, iOS, Windows Phone, Blackberry etc. zu entwickeln. Auch die verschiedenen Gerätetypen und deren unterschiedlichen Bildschirmgrössen stellen eine Herausforderung dar. Auch hier sollte die Entscheidung anfänglich in Richtung ein oder zwei Betriebssysteme, und für einige wenige Geräte, gehen.

4) Integration in bestehende Systeme

Viele Unternehmen haben wichtige Informationen in den bestehenden Systemen, die zum Teil in Datensilos sind und nicht wirklich genutzt werden. Mobile Anwendungen können helfen diese Informationen bereitzustellen und deren Wert für das Unternehmen zu steigern. Mobile Dashboards sind eine gute Methode Daten aufzuarbeiten und für das Management und Mitarbeiter verständlich wiederzugeben.

Zudem können Ihre Mobilen Anwendungen über Ihre Server auf bereits funktionierende Datenquellen zurückgreifen. Besonders Cloudanwendungen lassen sich einfach anbinden. Bei einigen Serverdaten kann es vorkommen, dass weitere Server Middleware zum Einsatz kommt.

5) Sicherheit und Datenschutz

Besonders bei der Mobilen Verbreitung von Daten ist Vorsicht geboten. Was passiert falls das Endgerät verloren geht? Wie wird vor unberechtigtem Zugriff geschützt? Diese und viele weitere Fragen müssen in diesem Zusammenhang beantwortet werden. In vielen Fällen gibt es bereits Softwarelösungen mit denen man installierte Apps und Geräte von Unternehmensseite her steuern kann. Bei Verlorengehen des Endgerätes kann dann zum Beispiel vom Admin das System aus der Ferne abgeschaltet und dessen Informationen gelöscht werden.

6) Programmierung

Im Gegensatz zu vielen anderen Arten von IT Projekten, wie zum Beispiel Webseiten, Software etc. braucht es bei Mobilen Anwendungen meistens Entwickler aus verschiedenen Disziplinen. Bei einem Android Projekt braucht es beispielsweise User Interface Designer, Android Entwickler und Backend Programmierer. Diese Tätigkeiten (Design, Programmierung des Betriebssystems/ des Systems, Backend Programmierung) können nicht von einer einzigen Person ausgeführt werden. Legen Sie also in der Strategiephase fest, wieviele Personen der einzelnen Gruppen notwendig sein werden. Je nach Umfang des Projektes und der benötigten Zeit der Umsetzung variieren die Teamgrössen.

7) Testing und Einführung

Bevor Sie die Anwendung in den Betrieb einführen, sollten Sie die Anwendung ausführlich testen lassen. Bei Mobilen Anwendungen empfiehlt sich, bis zu 30 Prozent der Gesamtzeit für die Themen Qualitätssicherung und Prüfung des Systems aufzuwenden. In Ihrer Strategie sollte dieser Teil Berücksichtigung finden. Die verschiedenen Phasen für ein beispielhaftes 6 monatiges App Projekt unterteilen sich üblicherweise in 20 Prozent Design, 50 Prozent Entwicklung und 30 Prozent der Gesamtzeit für das Testen der Lösung.

Schlusswort zur Strategie und zur Durchführung

Während der Einführungs- und Programmierphase werden Sie merken das weitere Anforderungen an die App entstehen und das ist auch gut so. Wichtig ist jedoch eine erste funktionierende Version zu erstellen. Nach dem Go-Live kann man sich die weiteren Anforderungen oder Funktionalitäten durch das Nutzerfeedback bestätigen lassen und die weiteren Anforderungen per neuen Versionen in die bestehende App einspielen.

Wie richten Sie Ihre App strategisch aus?
Was ist Ihre Erfahrung zu diesem Thema?

Nutzen Sie die untenstehende Kommentarfunktion. Wir freuen uns auf einen Austausch.

Ergänzende Links zu diesem Artikel:
Eine App ist noch keine Strategie – T3N
Informationen zum Thema firmeneigene App


Der Autor: Sascha Thattil arbeitet bei YUHIRO und hilft Unternehmern und Unternehmen bei der Erstellung von einfachen und komplexen Mobile Apps. YUHIRO ist ein deutsch-indisches Unternehmen das unter anderem Mobile Apps auf Basis von Android und iOS erstellt.

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