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WordPress oder Magento für e-Commerce Shops?

WordPress oder Magento für e-Commerce Shops?

Wenn man e-Commerce Onlineshops umsetzt, dann stellt sich oftmals die Frage ob man denn nun WordPress (im Beitrag auch mit „WP“ abgekürzt) oder Magento (kurz Mg im Beitrag) nutzt.

Beide Systeme haben ihre Vorteile und Nachteile. Im Beitrag wird beschrieben wann WordPress besser ist und wann Mg.

Einführung

WordPress wurde initial als Werkzeug für Blogger entwickelt. Es lassen sich damit ganz einfach Webseiten erstellen, mit denen man Inhalte (Bilder, Videos, Texte, etc.) verwalten kann.

Besonders Blogbeiträge lassen sich dort einfach einstellen.

Mit der Zeit wurde WP immer beliebter und es wurde für immer mehr Online Projekte genutzt. So kamen auch immer mehr Plugins dazu. Wie zum Beispiel das beliebte WooCommerce Plugin, mit welchem sich Onlineshop Funktionalitäten zu WordPress hinzufügen lassen.

Magento hingegen wurde von Anfang an mit dem Gedanken gebaut, dass es für das Onlineshopping und solche Projekte verwendet wird.

Alle Extensions (Englisch für Erweiterungen), oder zumindest die meisten davon, die es für Mg gibt, sind dafür gedacht die e-Commerce Funktionalitäten zu erweitern.

Wann passt was besser?

Mg ist mit der Zeit zu einem Werkzeug geworden, um sehr grosse IT Projekte zu stemmen. Es lassen sich mit Magento also sehr grosse Onlineshops entwickeln.

Die meisten Entwickler die damit arbeiten kommen aus dem Bereich PHP. Neue Extensions zum Beispiel können mit PHP erstellt werden. Jedoch braucht ein PHP Entwickler auch einiges an Zeit sich in das System einzuarbeiten.

WP dagegen kann bereits von Laien erstellt und gewartet werden. Nutzt man beispielsweise die Standardfunktionalitäten des Content Management Systems (kurz CMS) dann lassen sich auch relativ gute Online Präsenzen erstellen.

Wenn man es jedoch für den e-Commerce nutzt, dann merkt man oftmals das die Performance nachlässt, wenn man sehr viele Produkte in das System einstellt.

Die Realität ist sicherlich auch, dass WP einfach nicht für den e-Commerce gedacht war. Jedoch sollte WP gut in der Lage sein von 100 bis 1000 Bestellungen pro Tag zu stemmen. Das reicht für die meisten Einsteiger.

Wann Mg?

Magento hat seine Vorteile und Nachteile. Besonders wenn man es nutzt um einen Onlineshop zu bauen (über welches Produkte eingestellt und verkauft werden), zeigt es seine Stärken.

Man muss sich jedoch auch die Projekte genau anschauen. Baut man beispielsweise einen Affiliate Shop, wo nur externe Shops aufgezeigt werden, dann ist Mg eventuell nicht die beste Wahl, denn das Onlineshop System hat einfach zu viele Funktionalitäten, welche diese Aufgabe nicht erfüllen. Man müsste hier einen Mehraufwand betreiben, um an das gleiche Ziel zu kommen.

In diesem Fall (zum Beispiel im Bereich Affiliate Marketing) kann hier dann tatsächlich WP besser sein. Oder gar eine Mischung von PHP und WP.

Hier einige Vorteile des Magento Onlineshop Systems:

  • Viele Extensions: Es gibt viele Extensions welche man kostenfrei nutzen kann und auch interessante bezahlte Erweiterungen.
  • Es ist für das Onlineshopping gedacht: Der Gedanke von Anfang an war es, damit Onlineshops umzusetzen.
  • Weltweit genutzt: Das System wird weltweit genutzt. Von kleinen bis grossen Unternehmen.

Nachteile:

  • Es hat zu viele Funktionalitäten für kleinere Projekte: Für kleinere Projekte hat es sehr viele Funktionalitäten und der Entwicklungsaufwand würde erheblich steigen, nur um Magento an die geringeren Anforderungen anzupassen.
  • Eventuell keine so starke Aussrichtung auf den deutschsprachigen Markt: Wenn man international tätig ist, dann ist Mg definitiv eine gute Möglichkeit. Im deutschsprachigen Raum gibt es jedoch gute Alternativen wie Shopware oder Oxid.

Wann WP?

WordPress kann sinnvoll sein bei kleineren Onlineshop Projekten.

Hier ein paar Vorteile und Nachteile:

Vorteile:

  • Einfach installierbar: Bereits ein Laie kann mit Templates und Plugins arbeiten.
  • WooCommerce Plugin: Besonders das WooCommerce Plugin hat es einfacher gemacht e-Commerce Funktionalitäten zu WP hinzuzufügen.
  • Suchmaschinenoptimiert: Die Auffindung der Produkte Online ist wichtig. WP schafft hierfür die Voraussetzungen.

Nachteile:

  • Instabilität bei zu vielen Plugins: Bei etwas grösseren Onlineshop Projekten, müsste man sehr viele Plugins verwenden, um die notwendigen Funktionalitäten umzusetzen. Dies wiederum macht das System instabil.
  • Keine spezifische Ausrichtung auf e-Commerce: Wenn man beispielsweise im Backend von WP schaut, dann findet man wenige Möglichkeiten, die Bestellungen übersichtlich wiederzufinden. Auch gibt es wenige Anbindungen an Warenwirtschaftssysteme, was im Onlineshop Bereich jedoch wichtig sein kann.
  • Nur eine bestimmte Anzahl von Bestellungen gleichzeitig möglich: Mg kann tausende Bestellungen gleichzeitig abfertigen. Bei WordPress wäre das definitiv nicht so einfach und man müsste zu viel Zeit investieren, um das System dementsprechend anzupassen.

Alternativen

Es gibt unterschiedliche Alternativen zu den beiden Systemen.

Hier einige:

PHP

Manchmal reicht auch einfach PHP oder ein PHP Framework wie Laravel, Zend oder Symfony, um einen einfachen Onlineshop aufzubauen.

Im vorher genannten Beispiel des Affiliate Shops, kann PHP die bessere Lösung sein.

Die Herausforderung bei solchen PHP Projekten ist jedoch auch immer, dass viele Bereich nicht „Out-of-the-Box“, also einfach gesagt „fertig“, bereitstehen. Ein gutes Beispiel ist ein Mega Menü. Bei WP oder Mg kann man diese zum Teil mit einem Klick hinzufügen. Bei PHP kann das einiges an Entwicklungsaufwand mit sich bringen.

Man hat jedoch den Vorteil, dass das System performanter ist, als zum Beispiel WP und weniger komplex in der Anpassung an die Anforderungen wie Mg.

Shopware und OXID

Besonders wenn man im deutschsprachigen Raum oder im europäischen Raum tätig ist, dann machen oftmals auch Shopware oder OXID Sinn. Beide Systeme haben sich bewährt.

Während Shopware für mittelgrosse e-Commerce Projekte genutzt werden kann, kommt OXID auch in sehr grossen Projekten zum Einsatz.

Hybris

Sehr grosse Konzerne nutzen Hybris. Ein e-Commerce System das sich auch an SAP einfach anschliessen lässt, welches bekannterweise in den meisten Konzernen genutzt wird.

Spryker

Ein weniger bekanntes Werkzeug ist Spryker. Auch dieses wird in Deutschland entwickelt, ist jedoch noch nicht so etabliert wie Shopware und OXID.

Fazit

Man muss sich schon genau die Anforderungen anschauen. In vielen Fällen ist Magento einfach zu gross und zu umfangreich (was eine gute Sache ist, wenn man grössere Projekte plant). Oftmals kann WordPress, besonders bei kleineren Projekten eine gute Wahl sein.

Sollte man klein Anfangen, dann kann man mit WP starten und dann später auf Mg umsteigen.

Der Blick hinzu anderen Onlineshop Systemen wie Shopware, OXID oder Spryker kann sich jedoch auch lohnen.

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Der Autor: Sascha Thattil arbeitet bei YUHIRO und hilft Unternehmern und Unternehmen beim einfachen Aufbau von Programmier-Teams in Indien. YUHIRO ist ein deutsch-indisches Unternehmen welches IT Firmen, Agenturen und IT Abteilungen Softwareentwickler bereitstellt.

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