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Shopware vs Oxid: Ein Vergleich

Shopware vs Oxid: Ein Vergleich

Shopware (im Beitrag auch SW genannt) und Oxid (kurz OX) sind – die – Onlineshop Systeme im deutschsprachigen Raum.

Auch beliebte Websysteme wie Magento oder xtCommerce werden durch sie in den Schatten gestellt.

Warum ist das so? Wie schneiden beide Onlineshops im Vergleich ab? Im Beitrag mehr dazu.

Einführung

Interessant ist, dass beide Onlineshop Systeme in Deutschland entwickelt werden und hier auch ihren Ursprung haben.

Shopware kommt aus Schöppingen, einer Gemeinde in Nordrheinwestfalen.

Oxid kommt aus Freiburg in Baden Würrtemberg.

Da die Software im deutschsprachigen Raum entwickelt wird, sind auch die rechtlichen und kulturellen Gegebenheiten berücksichtigt. Dies ist sicherlich auch ein Grund warum es gegenüber Magento oder anderen Shopsystemen aus dem Ausland so beliebt ist.

Technologiebasis

Beide Systeme setzen auf PHP als Programmiersprache und MySQL als Datenbank.

Shopware setzt dabei auf ein Framework namens “enlight”, welches eine Abwandlung des Zend Frameworks ist.

OXID basiert auf objektorientiertem PHP. Im Backend kommt auch das Symfony Framework zum Einsatz.

Bei Shopware kommen zudem Smarty (für die Templates), jQuery/ Ext JS (im Bereich JavaScript), GIT (Versionsverwaltung) und Jira (Bugtracking) zum Einsatz.

Mit dem Einsatz von PHP und MySQL werden Standards verwendet, welche sich bereits seit mehreren Jahrzehnten bewährt haben und sicherlich auch in den nächsten Jahrzehnten Relevanz haben werden.

Anbindung an Dritt-Systeme

Beide Onlineshop Systeme lassen sich einfach an Drittanwendungen anschliessen.

Beispielsweise kann man an beide TYPO3 als Content Management System anschliessen. TYPO3 ist eines der beliebtesten Systeme im deutschsprachigen Raum für die Verwaltung von Inhalten. Gleichzeitig basiert es wie die beiden Shop-Technologien auch auf PHP. Das vereinfacht die Implementierung.

Auch bieten beide Technologie-Anbieter eine einfache Anbindung an bekannte ERP und CRM Systeme.

Für wen eignet sich was?

OXID spricht hauptsächlich Mittelständische Unternehmen an, welche im B2C Bereich tätig sind. Seit April 2015 gibt es auch eine B2B Version.

Laut unterschiedlichen Quellen wird OXID von zirka 10 Prozent der grössten Webshops in Deutschland genutzt.

Durch die durchdachte Mandatenfähigkeit lassen sich zudem sehr viele Shops in einer Installation verwalten.

Shopware richtet sich an eher kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Hier liegt der Fokus auf B2C. B2B Funktionalitäten sind nur beschränkt verfügbar, ab 2017 wird jedoch auch dieser Bereich angegangen.

Kosten der Onlineshop Systeme

Beide Shopsysteme erhält man auch in der Open Source Version (auch “Community Edition” genannt), in welcher keine Lizenzkosten anfallen. Diese Open Source Versionen ist für kleinere Unternehmen und e-Commerce Einsteiger geeignet.

Für professionelle Shops lohnt sich jedoch die Anschaffung der jeweiligen “Professional Edition” oder der “Enterprise Edition”.

OXID hat hier jährliche Lizenzkosten von mehr als 12’000 Euro in der Enterprise Version. Konkrete Aussagen zum Preis erhält man jedoch direkt aus der Vertriebsabteilung des Herstellerunternehmens. Ähnliche Preise gibt es auch bei Shopware.

Die Professionel Versionen der Unternehmen liegen bei zwischen 1000 und 3000 Euro.

Besonders stark werden die Premium-Plugins von Shopware in das Gewicht fallen. Diese kosten mehr als 490 Euro (einmalig) pro Plugin. Dies ist ein nicht zu verachtender Kostenpunkt, besonders wenn es sich um kleine Webshops handelt.

Die Partnerunternehmen, welche die Implementierung vornehmen und meistens in Deutschland sitzen, nehmen einen Stundensatz von durchschnittlich 100 Euro pro Stunde.

Beide Systeme müssen von Partnerunternehmen, unter Umständen aufwendig, implementiert werden.

Vergleich zu anderen Shopsystemen wie Magento

Magento wird oft als Alternative zu diesen beiden bisher erwähnten Shopsystemen genannt.

Magento hat natürlich den Vorteil das es weltweit genutzt wird und eine dementsprechend grössere Gemeinschaft an Programmiereren/ Unterstützern/ Freiwilligen/ Partnerunternehmen hat, welche kostenfreie und kostenpflichtige Erweiterungen erstellen.

So kommt es oft vor, dass komplexe Implementierungen oftmals bereits als Plugin vorhanden sind.

Bei Shopware oder OXID müssen diese oftmals aufwändig neu programmiert werden.

Der Nachteil von Magento ist zum Beispiel, dass es nicht auf den deutschsprachigen Raum fokussiert ist. Somit muss die Standardversion angepasst werden, so dass sie den rechtlichen Bestimmungen in Deutschland entspricht. Die Standardversionen der Eingangs erwähnten Shops sind jedoch bereits in der Basisversion vollständig rechtskonform.

Ein Vorteil wiederum ist, dass Entwickler von Magento, weltweit verfügbar sind. Wer später also auf eine kostengünstige Ergänzung von Entwicklungsdienstleistungen im Ausland aus ist, der fährt mit Magento besser.

Kenntnisse zu Shopware oder OXID bestehen oftmals nur im deutschsprachigen Raum.

Fazit

Shopware wirkt lebendiger. Dies liegt sicherlich auch daran, dass viele kleine und mittelständische Unternehmen auf dieses Onlineshop-System setzen. Hierdurch lässt sich auch online viel mehr Informationsmaterial zu SW finden.

OXID auf der anderen Seite wirkt auf den ersten Blick nicht so verbreitet wie SW. Das liegt jedoch sicherlich auch daran, dass es oft im Mittelstand zum Einsatz kommt. Dort sind Individual-Programmierungen oftmals an der Tagesordnung. Eine kostenintensive Implementierung ist hier oftmals auch keine wirkliche Hürde.

Partnerlandschaft

Um eine Implementierung von SW oder OX vorzunehmen benötigt es spezialisierte Partner.

Für OX eShop gibt es mehr als 250 Partnerunternehmen, welche diese Unterstützung anbieten. Eine ähnliche Anzahl von Unternehmen im Bereich Shopware gibt es auch.

Gute Softwareunternehmen und Webagenturen bieten OX, SW, Magento oder Spryker (in diesem Beitrag noch nicht erwähnt) als Lösungen an und implementieren diese nach den Anforderungen des Kunden.

Alternativen

hybris ist ein Onlineshop System welches von den grössten Unternehmen der Welt eingesetzt werden (Beispiele: Adidas, H&M, etc.). Diese Unternehmen setzen oftmals SAP ein und brauchen hier eine nahtlose Einbindung.

WooCommerce ist das exakte Gegenteil von hybris. WooCommerce wird meistens für kleinst-Implementierungen verwendet und wird im Zusammenhang mit dem Content Management System WordPress eingesetzt.

Was ist Ihre Erfahrung? Wann passt welches Onlineshop System am besten?

Interessante Links:
Magento, Oxide und Shopware im Vergleich
xtCommerce 4, Oxid, etc.

Bilder: Flickr.com/ Sanchez/ Joe/ Savoir-faire Linux


Der Autor: Sascha Thattil arbeitet bei YUHIRO und hilft Unternehmern und Unternehmen beim einfachen Aufbau von Programmier-Teams in Indien. YUHIRO ist ein deutsch-indisches Unternehmen welches IT Firmen, Agenturen und IT Abteilungen Softwareentwickler bereitstellt.

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