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Zeitaufwand für die Erstellung von Photoshop PSD Designs für Webprojekte: Design- und Analysephase

Zeitaufwand für die Erstellung von Photoshop PSD Designs für Webprojekte: Design- und Analysephase

In den meisten kleineren und mittleren Webprojekten werden zuerst Wireframes und dann Photoshop Dateien erstellt, bevor die eigentliche Programmierung beginnt. Welchen Zeitaufwand verursacht jedoch solch eine Designphase? Im Beitrag ein paar Einblicke. Auch Best-Practice Ansätze für diesen Abschnitt in der Webentwicklung werden beschrieben.

Der Start eines Projektes

Zum Start eines IT-/ Webprojektes steht meistens eine Konzeptionsphase, in welcher die Funktionalitäten niedergeschrieben und die Nutzer bestimmt werden.

Wenn es sich um ein Unternehmen handelt, dass selbst keine Erfahrung mit der Entwicklung von Webanwendungen hat, dann wird ein externes IT Unternehmen/ Internetagentur beauftragt.

Eruierung der Anforderungen

Die Internetagentur wird jetzt nun mit dem Team zusammen setzen und schauen wieviel Aufwand dieses Projekt verursachen wird.

Oftmals sind die meisten Personen stark beschäftigt und nicht jeder, der eigentlich an dieser Aufwandsschätzung teilnehmen sollte, wird dabei sein. Eigentlich müssten der Designer, der die Designs via Wireframes (als Bleiststift-Skizzen oder mit Hilfe von Software-Tools) und Photoshop erstellt, der Frontendentwickler, der die HTML/ CSS Dateien scripted (das Frontend ist das was der Endnutzer zu Gesicht bekommt), Backendentwickler, derjenige der die eigentlichen Funktionalitäten der Webapplikation auf Basis von PHP/ Node.js/ ASP.NET/ C++/ Java/ Python/ oder sonstigen Programmiersprachen entwickelt und der Projektmanager, welcher weiss welche Entwicklerressourcen im Unternehmen frei sind, und der Vertriebsmitarbeiter, welcher schaut ob das Budget für dieses Projekt machbar ist, an dieser Einschätzung teilnehmen, um eine wirklich genaue Stundenkalkulation zu ermitteln.

In der Realität wird der Vertriebsmann nur kurz mit dem Projektleiter sprechen und dieser spricht wiederum kurz mit einem der Backendentwickler, nach welchem der Projektleiter eine ungefähre Einschätzung angibt. Der Vertriebler wird dann “kreativ” ein Angebot erstellen. “Kreativ”, weil genau wissen tut er es auch nicht. Seine Aufgabe ist ja nun mal der Vertrieb und nicht die Softwareentwicklung.

Die Frage ist jedoch: Ist das der beste Weg?

Eine Alternative: Vorangeschaltete Designphase

Eine Alternative ist es, nach der Lieferung der Aufwandschätzung in Form des Angebotes, eine Analyse- und Designphase zu haben, in welcher die Funktionalitäten und Aufwände genau bestimmt werden.

Die Analysephase umfasst die Erstellung von Wireframes. Für die Erstellung dieser gibt es viele Online Tools. Daneben gibt es Designer, welche auf Bleistift-Skizzen setzen oder mit einem Whiteboard/ grosser Tafel arbeiten.

In dieser Analyse wird gleichzeitig auch notiert, welche Funktionalitäten Teil der Programmierung werden. Dies kann zum Beispiel in Google Docs geschehen, da hier die anderen Teammitglieder involviert werden können. Auch der Kunde kann Zugang zu diesem Online Dokument haben, so dass auch dieser seine Ideen und Änderungswünsche hinzufügen kann.

Vorteil: Man ist bereits im Projekt

Das Besondere an der Analyse- und Designphase ist, dass das Projekt zu diesem Zeitpunkt bereits gestartet ist. Diese Phase wird bereits vom Kunden bezahlt. Das ist insofern wichtig, weil das IT Unternehmen/ die Internetagentur in diesem Fall bereit sein wird gute Ressourcen auf diese Phase anzusetzen.

Bei einer unbezahlten “Angebotsphase” wird höchstwahrscheinlich, wie bereits erwähnt, fast nur der Vertriebsmitarbeiter involviert sein.

Zusätzlich weiss das IT Unternehmen nun, nach dem Start des Projektes, dass es der Kunde “ernst” meint, da dieser bereits ein zahlender Kunde ist. Die Webagentur wird also überdurchschnittlich Einsatz zeigen, da man nach der erfolgreichen Analyse-/ Designphase in die Programmierphase über schreiten möchte.

Welchen Einsatz benötigt solch eine Designphase?

Für die Umsetzung des Designs müssen ein Senior Programmierer/ System-Architekt, ein Projekt-Manager, ein Photoshop Designer und ein Vertriebsmitarbeiter auf IT Dienstleister Seite zur Verfügung stehen. Besonders intensiv wird der Designer und der System-Architekt in dieser Phase involviert sein. Auf Kundenseite sollte eine Person mit technischem Verständnis involviert werden.

Das Ziel ist es am Ende dieser Phase das Design basierend auf Photoshop zu haben, als auch eine relativ genaue Liste/ Beschreibung der Funktionalitäten.

Hier eine Auflistung wieviel Aufwand unterschiedliche Projekttypen verursachen:

  • Simple Website: Das Design für einfache Webseite kann mit wenig Aufwand erstellt werden. Meistens reicht hier ein Photoshop Designer mit Basis-HTML/ CSS Kenntnissen. Zeitaufwand zirka 10 bis 15 Stunden (ausgehend davon, dass es sich um nur ein paar Seiten handelt).
  • Webanwendung: Bei einfachen Webanwendungen, also Applikationen, welche im Browser Funktionalitäten ausführen, wird es bereits aufwändiger. Hier muss oftmals auch das Backend-Panel-Design für die Administratoren erstellt werden. Oftmals bekommen auch die Endkunden Zugang via Login-Daten. Hier muss die optische Darstellung dementsprechend gut sein. Bei kleineren Projekten von ein bis zwei Mannmonaten kann diese Analyse- und Designphase bereits 40 bis 80 Stunden vereinnahmen.
  • Komplexe Webportale: Hier ist es schon gar nicht mehr möglich pauschale Aussagen über den Aufwand für die Analyse- und Designphase zu machen. In solchen komplexen IT Projekten werden oftmals Vollzeitkräfte eingesetzt und diese Phase alleine erstreckt sich über mehrere Monate oder wird über mehrere Monate parallel bearbeitet, weil sich die Anforderungen ständig ändern.

Agile Projekte versus Wasserfall-Methode

In der Softwareentwicklung kann man zudem in zwei Ansätzen Anforderungen umsetzen. Zum einen ist das, dass sogenannte Agile und das Andere die Waterfall (auf Deutsch auch Wasserfall) Methode.

Je nach dem welche Methode man anwendet, eignet sich eine Analyse- und Designphase unterschiedlich.

Agile

In Agilen Projekten geht man von Anfang an davon aus, dass sich während des Projektes die Anforderungen ändern werden. Dies ist sinnvoll, weil erst später im Projekt klar wird, das wichtige Teile übersehen wurden, oder die Testnutzer machen hierauf aufmerksam.

In diesen Agilen Projekten wird eine grobe Schätzung des Gesamtaufwandes gemacht und On-The-Go die Zeit für die Designphase berechnet. Beispielsweise schätzt das IT Unternehmen den Aufwand auf zirka 800 bis 1000 Stunden. In einer initialen Phase werden dann 20 Stunden für die Erstellung des Pflichtenheftes (die Beschreibung der Anforderungen durch das IT Unternehmen) und 40 Stunden für das Design der Applikation auf Basis von Photoshop-Dateien vereinbart.

Nach dieser Pflichtenheft und Designphase wird dann die Aufwandsschätzung nocheinmal verfeinert, da man hier bereits genauer weiss, welche Funktionalitäten umzusetzen sind. Dennoch bleibt der Aufwand in Stunden flexibel, da man bei Agile Projekten davon ausgeht, dass sich die Anforderungen und damit der Aufwand, im Laufe der Umsetzung, ändern werden.

Wasserfall

In der Wasserfall Methode entwickelt man in festgelegten Schritten. Dies macht man unter anderem auch deshalb, um eine bessere Budget-Übersicht zu erhalten.

Hier eignet sich die Analyse- und Designphase sehr gut. Denn der Aufwand kann damit im vornherein festgelegt werden.

In der Wasserfall Methode geht man davon aus und vereinbart gemeinsam, dass Änderungswünsche während der Programmierphase nicht implementiert werden, sondern dass man diese notiert und dann in einem separaten Projekt, dass nach Abschluss der ersten Programmierrunde vorgenommen wird, umsetzt.

Der Projektmanager agiert in diesem Fall fast schon als Schiedsrichter und muss den Kunden und die Entwickler jeweils darauf hinweisen, dass Änderungswünsche nicht sofort umzusetzen sind, sondern nur nach der Fertigstellung der Funktionalitäten aus dem Pflichtenheft und der Umsetzung der Designs aus der Designphase.

Fazit

Wenn Unternehmen mit IT Dienstleistern zusammenarbeiten, dann sollte eine Analyse- und Designphase Teil des Projektes sein. Somit wird für beide Seiten klarer, um was es sich bei dem Projekt handelt, welche Bereiche Teil des Webprojektes sind und welche nicht.

Durch den Erhalt von Photoshop Dateien, welche man sich auch als PDF Dateien oder sonstige Bilddateien aushändigen lassen kann, wird zudem das Endprodukt greifbarer.

Besonders bei Projekten bei denen es ein fixes Budget gibt, eignet sich ein solcher Ansatz.

Interessante Beiträge:
Wie man Websites richtig plant und umsetzt
Mit Wireframes die Basis für erfolgreiche Web-Projekte schaffen
Eine Beschreibung des Wasserfallmodells
Wie ein einfaches Website Briefing aussehen kann

Bilder: Flickr.com/ Turner/ Keith/ Albaladejo


Der Autor: Sascha Thattil arbeitet bei YUHIRO und hilft Unternehmern und Unternehmen beim einfachen Aufbau von Programmier-Teams in Indien. YUHIRO ist ein deutsch-indisches Unternehmen welches IT Firmen, Agenturen und IT Abteilungen Softwareentwickler bereitstellt.

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