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Damit können Programmierer in Deutschland punkten

Damit können Programmierer in Deutschland punkten

Auf der einen Seite steigt der Bedarf an Entwickler im deutschsprachigen Raum unbeständig. Immer mehr Unternehmen, besonders die aus Deutschland, suchen nach IT Experten, welche die Digitalisierung der Produkte und Dienstleistungen vorantreibt.

Auf der anderen Seite gibt es Freelancer und Programmierer in Deutschland, die das Gefühl haben, dass es dann doch viel Konkurrenz im Ausland gibt und das man hier ins Hintertreffen geraten könnte.

Es gibt jedoch viele Dinge mit denen Programmierer dort punkten können. Im Folgenden sind einige dieser aufgezählt.

1) Expertise vor Ort gefragt

Viele Programmieraufgaben lassen sich nicht von weit entfernt erledigen. Einige Aufgaben benötigen die Implementierung der Software vor Ort.

Oftmals benötigt es einen hohen Abstimmungbedarf für solche Implementierungen. Eine weite Entfernung kann hier zu Unterbrechungen im Geschäftsablauf bedeuten.

2) Geschäftskritische Anwendungen

Wenn Programmierungen an bestehenden geschäftskritischen Systemen notwendig wird, dann muss man auf Spezialisten vor Ort zugreifen.

Eine Bank wird hier lieber etwas mehr zahlen wollen, als kritische Bankdaten zu verlieren oder Fehlbuchungen zu verursachen.

Eine Fabrik wird seine Produktion aufrechterhalten wollen, anstatt auf die Richtigstellung des Problems mehrere Stunden oder gar Tage warten zu müssen.

3) Spezialkenntnisse

Einige Experten gibt es hauptsächlich im deutschsprachigen Raum. Derzeit kommen die mit Abstand meisten Profis im Bereich SAP aus Deutschland.

4) Nachfrage und Angebot

In Deutschland sind überdurchschnittlich viele Grossunternehmen Zuhause. Dazu kommen noch ein enorm grosser Mittelstand, der in die ganze Welt exportiert und meistens in ihrer Nische Weltmarkführer sind.

Dies erzeugt eine sehr hohe Nachfrage.

Gleichzeitig ist das Bild eines IT Experten nicht gerade das Positivste. Die meisten verbinden damit immer noch den schweissdurchlaufenen, sozial unfähigen Computer Nerd.

Da studieren die meisten dann doch lieber Betriebswirtschaftslehre oder eines der Menschen-näheren Fächer.

In Deutschland gibt es Beispielsweise im Schnitt zirka 17’000 Absolventen aus dem IT Bereich. Schaut man nur einmal auf das Stellenportal von SAP findet man für den deutschsprachigen Raum bereits 420 offene Stellen (Stand 2015). Das wären dann bereits genug stellen, um 2.4 Prozent der Absolventen einen Arbeitsplatz zu verschaffen.

Sogar der BITKOM (Der IT Dachverband in Deutschland) Präsident Dieter Kempf machte die Aussage im Jahr 2014 “Wir haben – von Ausnahmejahren in der Wirtschafts- und Finanzkrise abgesehen – nahezu konstant einen ungedeckten Fachkräftebedarf von rund 40.000 IT-Experten“

5) Fokus auf Qualität

Um in Deutschland als Programmierer erfolgreich zu sein, muss man eine sehr hohe Qualität liefern. Dies hat sich daher auch bei den hiesigen Programmierern durchgesetzt und der Qualtätsstandard ist in Deutschland relativ hoch.

Hierdurch ist es wiederum möglich für wichtige internationale Projekte eingesetzt zu werden.

6) Rasante Digitalisierung der Wirtschaft und der Gesellschaft

Neben der Wirtschaft in Deutschland, hat auch die Bundesregierung erkannt, wie wichtig die Digitalisierung der Gesellschaft geworden ist.

Mit neuen Initiativen wird die Wirtschaft unterstützt, im globalen Wettbewerb auf dem Spitzenplatz zu bleiben. Auch dies schafft enormen Bedarf an neuen Entwicklungs-Kapazitäten.

Warum gibt es dennoch Zweifel?

Wie man aus dem bisherigen Beitrag verstanden hat, gibt es einen enormen Bedarf an IT Dienstleistungen.

Dennoch sieht man in vielen Foren trotzdem ein Stöhnen, dass alles doch soviel schwerer geworden ist. Unter anderem werden die folgenden Punkte aufgezählt:

  • Die Unternehmen wollen immer mehr sparen und flexiblere Verträge haben
  • Eine Verlagerung ins Ausland findet statt
  • Steuerliche Abgaben erschweren die Erwirtschaftung von Gewinnen oder tragfähigen Umsätzen
  • Dumpinglohn Portale drücken die Preise

Im Folgenden gehe ich auf einige dieser Punkte ein:

Unternehmen wollen sparen

Unternehmen wollen zwar sparen, jedoch wird die erfolgreiche Digitalisierung und Vernetzung aller Geschäftsbereiche ein entscheidender Faktor werden, um im globalen Wettbewerb an vorderster Stelle zu stehen.

Daher wird es nicht im Interesse der Unternehmen sein hier zu sparen. Wer hier spart, spart sich eventuell aus seinem Geschäft. Nokia ist immer noch das beste Beispiel, wie man Innovationen (IT gestützte Smartphones) verpassen kann.

Verlagerung ins Ausland

Um beispielsweise ein Bankensystem bei einer Grossbank zu erneuern, braucht es teilweise mehrere Jahre und mehrere Tausend Entwickler. Wie wir bereits gesehen haben, gibt es im deutschsprachigen Raum eher weniger Entwickler.

Eine Vielzahl von IT Projekten müsste also verschoben werden, bis entsprechende Kapazitäten frei werden.

Indische IT Unternehmen wie Tata Consultancy Services oder Wipro haben zum Teil Zehntausende freie Entwickler, welche zur Verfügung stehen. In diesem Geschäftsmodell werden etliche Tausende Hochschulabsolventen aus indischen Universtäten eingestellt, welche dann auf einen Grosseinsatz warten.

Möchte nun Accenture, Oracle, SAP oder ein anderes grosses IT Unternehmen, ein neues IT System bei einem anderen Grossunternehmen oder zum Beispiel einer grossen Bank implementieren, dann kann es ganz einfach mehrere Tausend Entwickler bei einem der IT Dienstleister aus Indien beziehen.

Soetwas wäre in Deutschland mehr als unmöglich. Die meisten Entwickler sind hier bereits in Projekten beschäftigt ist.

Daher ist die Verlagerung ins Ausland eine Notwendigkeit für IT Unternehmen aus Deutschland und weniger eine Option.

Gleichzeitig handelt es sicher hierbei meistens um Standardaufgaben. Viele Bereiche, welche hohes Fachwissen benötigen, bleiben oftmals in Deutschland, wenn hierfür denn die notwendigen Experten zur Verfügung stehen.

Dumpingportale drücken die Preise

Dieses Argument hört man zwar weniger oft, ist jedoch trotzdem manchmal ein Thema.

Ich selbst habe auf Portalen wie oDesk (heisst jetzt Upwork) oder Twago mein Glück versucht.

Twago ist eher ein vollkommenes Desaster, in welchem nur seltsamste Anfragen verschickt werden. Ich frage mich oft, wer dort Aufträge annimmt. Ich gehe davon aus, dass nur der Portalbetreiber, durch seine Portalbereitstellungsgebühr wirklich etwas verdient.

oDesk (Upwork) ist hier eher etwas positiver. Ich habe dort kleinere Designprojekte abwickeln lassen. Im Grossen und Ganzen war ich damit zufrieden. Anscheinend gibt es auch viele kleinere Unternehmen im asiatischen Raum, mit bis zu 100 Mitarbeitern (aus meiner Erfahrung) welche einen Grossteil ihrer Aufträge über dieses Portal erhält.

Dennoch würde ich behaupten, dass auf diesen Portalen, eher Gründer ihre Projekte vergeben, weil dass Budget in Deutschland doch meistens höher angesetzt ist. Durch die Portale wird sozusagen eine zusätzliche Chance für Gründer erzeugt. (Obwohl meiner Meinung nach, ein Grossteil dieser Projekte nicht zum Erfolg führen, auch aus Unkenntnissen wie den Outsourcing ins Ausland funktioniert und auch meistens grundlegende IT Projektmanagement Kenntnisse fehlen. Aber das müsste man in einem separaten Beitrag beschreiben)

Steuerliche Hürden

Hier muss ich jedoch Zustimmen. Deutschland macht es, besonders Selbständigen und Kleinunternehmern, nicht besonders einfach profitabel zu sein.

Hier müsste eine steuerliche Vereinfachung her, als immer neue Auflagen, zu den bestehenden Gesetzen hinzuzunehmen.

Fazit

Gute Entwickler die aus Deutschland heraus arbeiten haben einige Vorteile. Sie können auf viele dort ansässige Grossunternehmen und einen stabilen Mittelstand zurückgreifen.

Zudem treibt die Digitalisierung der Wirtschaft und der Gesellschaft, Unternehmen dazu, massiv in den Ausbau und die Vernetzung von IT Systemen zu investieren.

Im Grunde genommen sieht die Zukunft der IT in den nächsten 5 bis 10 Jahren mehr als gut aus. Wer davon profitieren will, sollte sich mit den neuen Trends und Technologien auseinandersetzen und somit in der Lage sein, die Wirtschaft bei ihren Vorhaben zu unterstützen.

Was ist Eure Meinung? Wie sieht die Situation derzeit und in den kommenden nächsten Jahren aus?

Interessante Links zum Thema:
Pressemitteilung Bitkom – Es fehlen IT Fachkräfte
Com Magazin – Fachkräfte bleiben gefragt

Bilder: Flickr.com/ Campaign Monitor/ Da Sal/ Pictures of Money


Der Autor: Sascha Thattil arbeitet bei YUHIRO und hilft Unternehmern und Unternehmen beim einfachen Aufbau von Programmier-Teams in Indien. YUHIRO ist ein deutsch-indisches Unternehmen welches IT Firmen, Agenturen und IT Abteilungen Softwareentwickler bereitstellt.

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2 Kommentare
  1. Hi,

    danke für Deinen Artikel. Insbesondere Deinen Kommentar zum Thema „Dumpingportale“ sehen wir ganz genauso! Wir haben uns daher dazu entschieden, unsere eigene Plattform (http://10kplus.de) zu starten, die die von Dir geschilderten Probleme lösen will, in dem Ausschreibungen zuvor händisch geprüft und freigegeben werden müssen. Zudem verlangen wir ein Projektbudget von min. 10.000 Euro, wodurch zumindest die meisten Hobby-Projekte rausfallen. 🙂

    Grueße

    • Hi Matthias,

      spannender Ansatz. Ich werde mir die Website mal anschauen 🙂

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