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12 Tipps für die WordPress Plugin Programmierung

12 Tipps für die WordPress Plugin Programmierung

WordPress Plugins (in diesem Beitrag auch “Add-Ons” oder Software genannt) sind beliebt. Sie erweitern die Funktionalitäten der Website und sind einfach zu installieren.

Daher gibt es auch immer mehr Unternehmer und Unternehmen, welche diese Add-Ons für potenzielle Kunden bauen.

Im Beitrag ein paar Tipps, was es bei der Entwicklung solcher Plugins zu beachten gibt.

1) Leichtgewichtig

Die meisten WordPress (im Beitrag auch “WP” oder “Content Management System/ CMS” genannt) Betreiber möchten keine weiteren Plugins installieren. Besonders auch weil die wichtigsten Bereiche bereits mit populären Software-Modulen wie Contact Form 7 oder All in One SEO abgedeckt sind.

Daher muss die Entwicklung sehr leichtgewichtig sein, so dass es die Geschwindigkeit der Website nicht beeinflusst.

2) Konfliktvermeidung mit anderen wichtigen Plugins und WordPress

Viele von uns kennen es. Ein neues Plugin wird installiert und es “zerbricht” die Website und nichts funktioniert mehr.

Wichtig ist es also, die Software in Verbindung mit den wichtigsten Add-Ons von WP zu testen.

3) Ständige Updates der Anwendung

Hier einige Gründe und Informationen warum es wichtig ist, die Add-Ons Up-To-Date zu halten:

  • Anpassung an die neuen WordPress Versionen: Wenn man nach neuen Plugins sucht, dann wird von WP angezeigt, ob die Software mit der jetzigen WP Installation getestet wurde. Falls es nicht getestet wurde, sinkt die Wahrscheinlichkeit, das ein Website-Betreiber die Software installiert. Daher sollte man das Plugin stets Up-To-Date mit der aktuellen WP Version halten.
  • Anpassungen an die Browser Updates: Browser-Bereitsteller wie Google (Chrome) oder Mozilla (Firefox) ändern ihre Anwendungen von Zeit zu Zeit. Hier gilt es, die Plugins anzupassen, zumindest dann, wenn diese im Frontend der Website sichtbar sind.
  • Behebung von Fehlern: Nutzer werden auf Fehler des Plugins aufmerksam machen. Nutzer hinterlassen meistens Fragen und Kommentare auf der Verkaufsplattform oder auf WordPress.org zu dieser Anwendungen. Diese sollte man berücksichtigen und diese Fehler in den neuen Versionen beheben.
  • Neue Funktionalitäten: Im Verlauf des Betriebs der Software merkt man, dass die eine oder andere kleine Zusatzfunktion, den Nutzern grossen Mehrwert bringen könnte. Hier sollte man die Gelegenheit nutzen, um neue Funktionalitäten zu programmieren und diese den Kunden bereitzustellen.

4) Entwicklung der Software für die Nische bei weiter Verbreitung

Um eine bessere Marktstellung für die Programmierung zu erreichen, sollte man die folgenden Dinge beachten:

  • Entwicklung für die Nische: Für die Haupt-Themen von Websiten, wie SEO oder Caching (Website schneller machen), gibt es bereits populäre Plugins. Daher macht es Sinn für interessante Nischen zu entwickeln. Ein gutes Beispiel ist das Pop Up Plugin OptionMonster.
  • Weltweite Anwendbarkeit: Gleichzeitig sollte die Anwendung weltweit nutzbar sein. Das Pop Up Plugin sollte von jedem WordPress Websiten Betreiber genutzt werden können.
  • Sprachliche Übersetzungen: Man sollte mit Englisch starten und dann nach und nach Übersetzungen des Add-Ons für andere Sprachen bereitstellen.

5) Das System generiert grossen Mehrwert für den Betreiber

Die meisten Betreiber von WP Webseiten haben bereits eine grosse Anzahl an Add-Ons installiert und weigern sich in den meisten Fällen, neue Software-Teile hinzuzufügen. Daher muss man schon einen guten Grund dafür haben. Beispiele im Folgenden:

  • Rechtliche Gegebenheiten: In manchen Fällen sind neue Plugins wegen neuen rechtlichen Rahmenbedingungen notwendig. Ein gutes Beispiel sind die EU-Cockie-Law Add-Ons.
  • Umsatzsteigernd: Beispielsweise kann ein gut platziertes Pop Up die Umsatz-Zahlen enorm steigern. Somit wird ein Website Betreiber bereit sein, es auszuprobieren. Umsatzsteigernde Add-Ons sind daher beliebt. Andere Beispiele: Landing Page-/ Slide-In-/ etc. Plugins.
  • Branding: Besucher einer Website bleiben nur kurz. Die Zeit muss gut genutzt werden, um den bestmöglichen Eindruck zu hinterlassen und in Erinnerung zu bleiben. Ein Beispiel wäre ein tolles “Team”-Plugin, dass das Team in lustiger und professioneller Weise, über Bilder/ Videos/ Text, darstellt.

6) Einfache Bedienung

Die meisten Internetseiten Betreiber haben wenig Zeit, oder möchten sich zumindest nicht zu lange mit der Einrichtung von neuen Add-Ons beschäftigen. Daher sollte die Bedienung einfach sein.

Falls es komplexere Prozesse geben sollte, sollte man dafür gut übersichtliche Videos (beispielsweise auf Youtube) erstellen.

7) Verkauf über Plattformen versus eigene Website

Heutzutage gibt es beliebte Plattformen, wie Themeforest, auf welchen man seine Plugins vertreiben kann. Hier ein paar Vorteile und Nachteile von Plattformen:

Vorteile

  • Grosser Traffic: Viele WP Betreiber suchen ständig auf Themeforest nach neuer, nützlicher Software.
  • Ranking System: Eine gute Bewertung oder hohe Verkaufszahlen, lassen die eigene Software weit oben in der internen Suche erscheinen, welches wiederum zu zusätzlichen Absatzmöglichkeiten führt.
  • Einfache Präsentations-Möglichkeit: Es lassen sich ganz einfach, neue Verkaufsseiten auf diesen Plattformen hinzufügen.

Nachteile

  • Preisliche Einschränkung: Man muss sich oftmals den preislichen Rahmenbedingungen dieser Plattformen unterordnen. Ein Plugin auf Themeforest oder CodeCanyon kostet beispielsweise im Durchschnitt 20 bis 40 Euro pro Jahr.
  • Beteiligung für den Plattformbetreiber: Einen Teil, zirka 20 bis 30 Prozent von jedem Verkauf muss man an den Betreiber der Plattform, für deren Dienstleistung, abgeben.
  • Ausschliessliches Verkaufsrecht: Betreiber wie Themeforest geben einen höheren Prozentsatz am Preis nur dann, wenn diesen ein ausschliessliches Verkaufsrecht gegeben wird. Somit kann man es nirgendwo anders anbieten.

Auf der anderen Seite gibt es die Möglichkeit, das Plugin auf der eigenen Website anzubieten. Hier kann man seine eigenen Preise angeben. OptinMonster verlangt beispielsweise zirka 200 bis 500 Euro im Jahrfür die Bereitstellung der Software. Auch hierfür einige Vorteile und Nachteile:

Vorteile

  • Höhere Preise erzielbar: Wie bereits erwähnt, lassen sich sehr viel höhere “Stück”-Preise erzielen.
  • Bessere Beschreibung möglich: Durch die eigene Website für das Add-On, lässt sich das Werkzeug im Detail beschreiben. Eigene Landing Pages und andere verkaufsfördernde Massnahmen (Rabatte, kostenfreie Zusatzfunktionen, etc.) lassen sich einbauen.

Nachteile

  • Zeitaufwendiger Aufbau der Website: Die Website von Grund auf neu aufzubauen, wird einiges an Zeit verwenden.
  • Vertrauensaufbau langwieriger: Wenn man sein Plugin auf einer Plattform anbietet, dann haben die Besucher bereits ein grosses Vertrauen, da man eventuell bereits gute Erfahrungen mit der Plattform gemacht hat und daher mit einer niedrigeren Hürde bereit sein wird, dort das Add-On einzukaufen. Bei einer eigenen Website ist die Hürde um einiges höher, da der Besucher eventuell noch nie etwas vom Betreiber gehört hat.

8) Ständige Betreuung durch das Support System

Je nach dem wie man die Software anbietet, sollte man zudem eine ständige Betreuung durch das Support System bereitstellen. Bei einer eigenen Website kann man zusätzliche Werkzeuge wie Zendesk benutzen. Bei Plattformen gibt es oftmals interne Support Systeme. Der Support lässt sich in zwei Bereiche unterscheiden:

  • Pre-Sales: In diesem Bereich des Systems wird dem potenziellen Käufer die Möglichkeit gegeben Fragen, vor dem Kauf, zu stellen und diese durch den Betreiber des Plugins beantworten zu lassen. Bei eigenen Webseiten ist es oftmals ein Kontaktformular, eine Email oder ein Chat, über welchen man seine Fragen stellen kann. Bei Plattformen gibt es Support-Systeme, welche auf den Verkaufsseiten bereitstehen.
  • Post-Sales: Nach dem Verkauf entstehen oftmals auch sehr viele Fragen durch die Nutzer. Hier sollte man einen eigenen “Membership”-Bereich haben (Support-Forum, etc.), welcher nur den Käufern zur Verfügung steht, wenn man eine eigene Website betreibt. Bei Plattformen gibt es auch hier entsprechende Systeme.

Bei beiden Bereichen ist eines jedoch sehr wichtig. Der Support muss Fragen sehr schnell beantworten. Bei Pre-Sales Fragen sollte es nicht länger als einen Tag dauern. Bei Post-Sales sollte es möglicherweise eine dedizierte Person dafür geben, welche die Fragen zeitnah beantwortet.

9) Feedback System

Keine Software ist von Anfang an perfekt. Daher ist es umso wichtiger, von Anfang an, Feedback von den Nutzern einzuholen, um das Projekt ständig zu verbessern.

Hier einige Möglichkeiten solch ein Feedback-System einzubauen:

  • Im Post-Sales-Support: Im Support Forum werden oftmals Fehler (auch Bugs genannt) von den Nutzern aufgezeigt. Dies kann eine gute Möglichkeit sein, die Fehler zu finden, und dann zeitnah durch die Programmierer richtig stellen zu lassen.
  • Im Plugin: Wenn die Software installiert ist, dann gibt es einen eigenen Bereich, welches das Plugin im Adminbereich von WP einnimmt. Hier kann proaktiv nach Feedback gefragt werden. Auch erlaubt WP, dass die Plugins “globale” Hinweise auf der Startseite des Adminbereichs, schnell ersichtlich durch den Betreiber, präsentiert werden können. Diese Möglichkeit sollte man nutzen.
  • Sterne-Rating: Auch kann man den Nutzer, zum Start der Aktivierung, fragen ein 5 Sterne Rating zu hinterlassen.

Zum einen ist es sehr wichtig Feedback von den Nutzern zu erhalten, zum anderen ist es wichtig auf dieses Feedback zeitnah zu antworten oder die Bugs zu beheben.

10) Vermarktung über Influencer

Das Besondere bei WordPress ist, dass es sehr viele bekannte Blogger gibt, welche über interessante Plugins berichten.

Es kann Sinn machen, die Plugins so zu schreiben oder mit entsprechenden Funktionalitäten auszustatten, so dass diese Blogger gerne darüber schreiben werden.

Sollte dieser Ansatz gelingen, kann man sich zumindest sicher sein, dass die Software einem grossen Publikum vorgestellt wird.

Bei jeder Software, welches einem breiten Publikum bereitgestell wird, ist jedoch eines sehr wichtig. Die erste Version sollte so wenig Fehler wie möglich enthalten, oder man sollte diese zumindest sehr schnell beheben. Es würde keinen guten Eindruck machen, wenn man das Plugin von einem bekannten Blogger untersuchen lässt, und dieser dann ganz viele Lücken im System findet und dann darüber berichtet.

11) Kostenfrei versus bezahlt

Bei der Verbreitung von solcher Software kann man grundsätzlich auf zwei Methoden setzen. Diese sind hier beschrieben:

  • Kostenfrei: Hierbei nimmt man für die Bereitstellung der Grundversion kein Geld. Das hat den grossen Vorteil, dass viele die Software zumindest ausprobieren werden, wenn es eine gute Funktionalität bietet. Zum anderen kann man Zusatzfunktionen in einer Premim-Version bereitstellen. Ein kleiner Teil der Nutzer wird in den meisten Fällen bereit sein, etwas mehr für diese zusätzlichen Funktionalitäten zu zahlen.
  • Bezahlt: Hier nimmt man von Anfang an einen Betrag für die Bereitstellung des Plugins. Der Vorteil hierbei ist, dass man eine bessere Betreuung sicherstellen kann, da man zum Beispiel einen Programmierer für diese Aufgaben abstellen kann.

Die kostenfreien Add-Ons sind auf WordPress.org oder über das Admin-Panel des CMS zu finden.

Die bezahlten Add-Ons findet man auf Plattformen wie Themeforest oder man bietet diese auf der eigenen Website an.

12) Sicherheit

Sicherheit ist ein wichtiger Bereich für die meisten Webseiten-Betreiber. Auch weil viele bereits negative Erfahrungen mit Sicherheitslücken in Plugins gesammelt haben.

Daher ist von Anfang der Programmierung sicherzustellen, dass die richtigen Sicherheitsmassnahmen getroffen wurden. Zudem sollte man Lücken, welche bekannt werden, so schnell wie möglich beheben und diese als Updates bereitstellen.

Fazit

Die Entwicklung von WP Add-Ons ist ein sehr spannender Bereich. Auch weil WP so weit verbreitet ist und die Absatz-Chancen damit höher sind.

Bei der Erstellung sind jedoch einige Punkte zu beachten, viele davon sind in diesem Beitrag aufgelistet.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Welche Punkte sind wichtig?

Interessante Links:
Eine Anleitung für Plugin Programmierung
Interessantes Buch zu WP Add-On Erstellung
Entwickeln lernen an einem Praxisbeispiel

Bilder: Flickr.com/ The Wild Blogger/ Graf/ Takamorry/ Kij/ influenZia/ Bachiyski


Der Autor: Sascha Thattil arbeitet bei YUHIRO und hilft Unternehmern und Unternehmen beim einfachen Aufbau von Programmier-Teams in Indien. YUHIRO ist ein deutsch-indisches Unternehmen welches IT Firmen, Agenturen und IT Abteilungen Softwareentwickler bereitstellt.

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